Petriroda Verwaltungsgemeinschaft Apfelstädtaue
Verwaltung Georgenthal Emleben Herrenhof Hohenkirchen Petriroda
Aktuelles AKTUELLES | ORTS-INFO | RATHAUS | WIRTSCHAFT | KULTUR & FREIZEIT | BILDUNG & SOZIALES
Aktuelles
Mo 06.02.2017 09:11
Bekämpfung der Geflügelpest
Amtliche Bekanntmachung

Bekämpfung der Geflügelpest - Festlegung von Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet gemäß § 55 Geflügelpest-Verordnung i.V. mit § 38 Abs. 11 und § 6 Abs. 1 Nr. 11 a Tiergesundheitsgesetz



Nach Prüfung erlässt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Gotha folgende Allgemeinverfügung zur Festlegung von Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten:

1. Der Verdacht des Ausbruchs der Geflügelpest bei Wildvögeln wurde am 30.01.2017 festgestellt.

2. Aufgrund des am 30.01.2017 amtlich festgestellten Verdachtes der Geflügelpest bei Wildvögeln werden Sperrbezirke festgelegt, die folgende Gebiete umfassen:

Gemeinde Schwabhausen
Ortsteil Wechmar der Gemeinde Güntersleben-Wechmar südlich der Autobahn A4
Gemeinde Georgenthal

3. Aufgrund des am 30.01.2017 amtlich festgestellten Verdachtes der Geflügelpest werden Beobachtungsgebiete festgelegt, welche folgende Gebiete umfassen:

Gemeinde Güntersleben-Wechmar nördlich der Autobahn A4
Gemeinde Emleben
Gemeinde Schönau vor dem Walde
Gemeinde Altenbergen
Gemeinde Catterfeld
Gemeinde Nauendorf
Gemeinde Herrenhof

4. Für den Sperrbezirk werden für die Dauer von 21 Tagen folgende Maßnahmen angeordnet.

4.1. Gehaltene Vögel und Bruteier dürfen nicht aus dem Bestand verbracht werden.

4.2. Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, dürfen nicht verbracht werden.

4.3. Tierische Nebenprodukte (z.B. Mist oder verendete Tiere) von gehaltenen Vögeln dürfen nicht ohne Genehmigung des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes (VLÜA) aus einem Bestand verbracht werden.

4.4. Jeder Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorten, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets feucht gehalten werden.

4.5. Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestands freigelassen werden.

4.6. Die Jagd auf Federwild ist verboten.

4.7. Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Straßen des Fernverkehrs befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.

4.8. Ein innerhalb eines Sperrbezirks gelegener Stall oder sonstiger Standort, in dem Vögel gehalten werden, darf von betriebsfremden Personen nicht betreten werden. Dies gilt nicht für den betreuenden Tierarzt, dessen jeweilige Hilfspersonen sowie die mit der Tierseuchenbekämpfung beauftragten Personen der zuständigen Behörde.

4.9. Wer im Sperrbezirk Geflügel hält, hat das Geflügel in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, noch oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten.

4.10. Das im Sperrbezirk zu Erwerbszwecken gehaltene Geflügel ist nach näherer Anweisung der Amtstierärzte regelmäßig klinisch und soweit Belange der Tierseuchenbekämpfung dies erfordern, virologisch untersuchen zu lassen.

4.11. Wildvögel, insbesondere Wasservögel und kranke oder verendet aufgefundene Wildvögel sind auf hochpathogenes aviäres Influenzavirus untersuchen zu lassen.

4.12. Nach Ablauf von mindestens 21 Tagen gelten für den Sperrbezirk die Anforderungen an ein Beobachtungsgebiet nach Nummer 5 entsprechend.

4.13. Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk nicht frei umherlaufen.

5. Im Beobachtungsgebiet werden folgende Maßnahmen angeordnet.

5.1. Für die Dauer von mindestens 15 Tagen nach Feststellung des Beobachtungsgebietes dürfen gehaltene Vögel aus dem Beobachtungsgebiet nicht verbracht werden.

5.2. Für die Dauer von mindestens 30 Tagen nach Feststellung des Beobachtungsgebietes dürfen gehaltene Vögel nicht zur Aufstockung des Wildbestandes freigelassen werden.

5.3. Federwild darf nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der zuständigen Behörde gejagt werden.

5.4. Wer im Beobachtungsgebiet Geflügel hält, hat das Geflügel in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss, zu halten.

6. Die sofortige Vollziehung der in den Nummern 1 bis 5 dieser Allgemeinverfügung getroffenen Regelungen wird gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO9 angeordnet.

7. Die Bestimmungen der Allgemeinverfügung vom 14.11.2016 und 20.12.2016 bleiben von dieser Allgemeinverfügung unberührt.

8. Diese Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, dem 01.02.2017 in Kraft.

Informationen als Download

Zurück...
 
 

Karte anzeigen